Wohnungsmangel in Universitäts-Standorten
 
Der Mangel an kleinen Appartements und Wohnungen, die an Wohngemeinschaften vermietet werden, wird in Universitätsstädten immer größer. Steigende Studentenzahlen von Semester zu Semester sind inzwischen normal geworden und viele Studentinnen und Studenten inserieren schon viele Monate vorher, um eine Chance auf ein Zimmer oder eine kleine Wohnung zu haben. Viele Vermieter inserieren nicht mehr selbst, sondern warten auf die vielen Gesuche von Wohnungen und Zimmern, die in den Tageszeitungen stehen. Auch die „Schwarzen Bretter“ in den Universitäten hängen voll von Wohnungsgesuchen. Viele Zettel mit Telefonnummern, die sich der Anbieter abreißen kann, sind dort zu bestaunen. Um dieser Not auszuweichen, sind Eltern mit Vermögen inzwischen vielfach dazu übergegangen, in den Studienorten ihrer Kinder kleine Wohnungen zu kaufen. Eine spätere Vermietung ist nach dem Studium der Kinder sicher gewährleistet und die Mieten sind in diesen Städten meist sehr hoch. Viele Studentinnen und Studenten sind durch den Wohnungsmangel gezwungen in die Außenbezirke oder sogar in Nachbargemeinden zu ziehen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Universitäten und Fachhochschulen zu erreichen. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für eingeschriebene Studenten mit einem bezahlten Semesterticket zwar kostenlos, aber die langen Anfahrtszeiten sind mühsam und bedeutet Zeit, die besser für das Studium verwendet werden sollte. Bei leeren Staatskassen wird sich die Situation durch mehr Wohnungen in Studenten-Wohnheimen wahrscheinlich in kürzerer Zeit nicht verbessern. Wohnung in der nähe einer Universität inserieren.